KYC-Check

KYC-Check


Was ist KYC? 


Der Begriff „Know-Your-Customer“, auch Know-Your-Client (KYC) benennt das wesentliche Prinzip zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung für Verpflichtete, die Identität Ihrer Kunden, ihrer wesentlichen Eigenschaften sowie die Herkunft der eingesetzten Mittel zu überprüfen, bevor Sie mit ihnen Geschäfte machen. Dies dient Ihrer Sicherheit und der Ihrer Kunden, um Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Korruption vorzubeugen. Das KYC-Prinzip ist in vielen Bereichen bedeutsam, etwa im Marketing oder Vertrieb, aber auch vielen weiteren Bereichen.
Im Finanzsektor wird dieser Begriff hauptsächlich im Rahmen von Compliance Regelungen verwendet. Compliance bedeutet „Einhaltung von Regeln“ (Regelkonformität) durch Unternehmen, also die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Standards. Im Rahmen des KYC wird die Identität der Kunden überprüft, bevor Geschäfte mit ihnen gemacht werden. 
KYC ist daher wesentlicher Bestandteil des AML-Prozesses, also des Anti-Money-Laundering Prozesses eines Verpflichteten, da die Identifizierung von Kunden dabei hilft, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aufzudecken.
Die konkreten Maßnahmen unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen, jedoch ist ihnen allen gemeinsam, wesentliche Informationen und Daten über ihre Kunden zu sammeln.

 

Warum braucht man KYC Prozesse?


In gewissen Sektoren, besonders im Finanzbereich, in Banken und Versicherungen, aber auch anderen Bereichen, sind AML-Prozesse, darunter auch KYC-Prozesse gesetzlich verpflichtend zu implementieren und anzuwenden.
Aber auch viele andere Bereiche und Unternehmen folgen solchen Vorgaben, um kriminelle Aktivitäten zu bekämpfen und sich selbst und ihre Reputation zu schützen. Der Know-Your-Customer Prozess ist daher Oberbegriff für verschiedenste Arten, die Identität von Kunden zu überprüfen oder verschiedene andere Compliance-Prüfungen durchzuführen.  
Auch wenn KYC nicht für alle Unternehmen obligatorisch ist, ist diese Überprüfung wichtig und hilfreich um zu verhindern, dass Ihr Unternehmen Opfer von Betrug wird.
„Know your Customer“-Prozesse dienen vor allem dazu, Ihr Unternehmen gegen illegale Aktivitäten, aufsichtsrechtliche Maßnahmen und Reputationsschaden zu schützen. Da kriminelle Aktivitäten wie Korruption, Betrug und Terrorismusfinanzierung stetig zunehmen, ist es ein guter Rat, sich gegen die ungewollte Mitwirkung an solchen Taten zu schützen. Mit der Implementierung von AML- und KYC-Prozessen in Ihr Unternehmen machen Sie einen wichtigen Schritt für die Sicherheit Ihrer Kunden und für Ihr Unternehmen. 


Welche rechtlichen Grundlagen gibt es?


Die gesetzliche Grundlage für das Know-Your-Customer Prinzip ist Artikel 13 der 5. EU-Geldwäsche-Richtlinie. In den nationalen Umsetzungsgesetzen ist das Prinzip in die jeweiligen Materiengesetze übernommen.

 

KYC-Prüfungen


Bei Know-Your-Customer Prozessen handelt es sich um Screenings, um die Identität, den PEP-Status einer Person, den Status als wirtschaftliche Berechtigter, wesentliche Eigenschaften des Kunden sowie die Herkunft der Mittel zu verifizieren und abzufragen, aber auch um Sanktionsscreenings durchzuführen. Diese Maßnahmen der internen Anti-Geldwäsche-Politik dienen dazu, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorzubeugen oder zu erkennen.
Der Entwurf zu 6. EU-Geldwäsche-Richtlinie (Juli 2021) sowie der Entwurf zur ersten EU- AML Verordnung sehen vor, dass gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung künftig noch rigider vorgegangen wird. Die Überprüfungen von Kunden und wirtschaftlichen Eigentümern werden ausgebaut, unter anderem die Identifizierung von Kunden und wirtschaftlichen Eigentümern. Außerdem gibt es neue Detail-Bestimmungen im Rahmen von technischen Durchführungsstandards (IST bzw. RTS).
KYC-Prozesse sind für viele Wirtschaftszweige gesetzlichen Vorgaben. Neben Ihrem eigenen Schutz sind Sie also verpflichtet, AML- und KYC-Prüfungen durchzuführen. Diese dienen auch dem Schutz von Finanzinstituten weltweit. Führen Sie keine AML- und KYC-Prozesse durch, müssen Sie mit Strafen und aufsichtsrechtlichen Maßnahmen rechnen, Sie könnten sanktioniert werden und Geschäftspartner oder Kunden verlieren. Mithilfe von unserer Software beugen sie solchen schwerwiegenden Folgen vor und haben ein einfach bedienbares Tool in der Hand, um AML-Überprüfungen selbstständig durchzuführen.
In Sanktionslisten stehen Personen, mit denen keine Geschäftsbeziehungen eingegangen und für die keine gelegentlichen Transaktionen durchgeführt werden dürfen. Wenn man die eigenen Kundenlisten mit den Sanktionsliste abgleicht und sich Treffer zeigen, ist es verboten, mit diesen Personen Geschäftsbeziehungen einzugehen oder gelegentliche Transaktionen für diese durchzuführen.
In PEP-Listen stehen Personen, die aufgrund ihrer Beschäftigung mit einem wichtigen öffentlichen Amt betraut sind, oder die einen engen Bezug zu einer PEP haben (Politisch exponierte Personen). Wie auch bei Sanktionslisten, können sowohl Einzelpersonen als auch gesamte Kundenlisten gegen PEP-Listen geprüft werden. Ist eine Person auf einer PEP-Liste, bestehen besondere KYC-Vorgaben, da hier eine höhere Wahrscheinlichkeit für Geldwäsche oder Korruption gegeben sein könnte.


Für welche Bereiche sind KYC-Prüfungen jedenfalls verpflichtend?

  • Banken und Kreditinstitute
  • Finanzinstitute
  • Rechtsanwälte
  • Notare
  • Versicherungsunternehmen
  • Wirtschaftsprüfer
  • Steuerberater
  • Immobilienmakler
  • Kunsthändler

 

KYC mit PEP-WIS


Wenn Ihr Unternehmen von den Bestimmungen zur Geldwäschebekämpfung betroffen ist (sogenannte „Verpflichtete“), müssen Sie z.B. überprüfen, ob Ihre Kunden diejenigen sind, für die sie sich ausgeben. Außerdem muss eine Risikobewertung durchgeführt werden, bevor Sie mit Ihren Kunden zusammenarbeiten. Auch betriebsintern müssen Prozesse zur Aufdeckung und Sanktionierung von Geldwäschetätigkeiten implementiert werden, die auch durch die zuständigen Aufsichtsbehörden überprüft werden.
Mit unserer Software PEP-WIS können Sie einfach und immer auf dem neuesten Stand der gesetzlichen Vorgaben PEP- und Sanktionsprüfungen sowie andere AML-Screenings durchführen und dokumentieren. Außerdem können sie mithilfe von PEP-WIS ganz einfach Berichte und Daten anschaulich und den gesetzlichen Normen entsprechend darstellen, ablegen und aufbewahren.
Besonders an PEP-WIS ist, dass es neben der Personensuchfunktion als einziger Anbieter auch über eine stets aktuelle Datenbank zu den aktuellen Nettogehältern vieler Funktionen verfügt. Das ist besonders für die für PEP nötige Mittelherkunftsprüfung praktisch. Zusätzlich kann mit WIS das monatlich zur Verfügung stehende Vermögen von Kunden plausibilisiert werden.
Ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor ist dabei, dass Sie dank unserer Softwarelösungen WIS und PEP-WIS keinem Drittanbieter Zugriff auf Ihre sensiblen Unterlagen gewähren müssen. Sie können mit unseren Software-Lösungen ganz einfach, dafür diskret und exakt, Screenings und Überprüfungen durchführen, Berichte erstellen und viele weitere Funktionen nutzen, ohne Daten an einen Dritten weitergeben zu müssen. 
PEP-WIS arbeitet mit der gesetzlich von der EU vorgeschriebenen PEP-Definition unter Berücksichtigung nationaler PEP-Definitionen. Das bedeutet, dass nur echte PEPs und ihnen nahestehende Personen in der Liste von PEP und PEP-WIS enthalten sind. Zusätzlich werden politisch exponierte Personen 12 Monate nach Ausscheiden aus dieser Position aus den Listen entfernt.
 

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